Programm

Für die Ausgabe 2026 des Fachseminars „Material Truth: Zerstörungsfreie Prüfung historischer Objekte” ist es uns gelungen, ein vielseitiges Programm zusammenzustellen. Dieses vereint Fallstudien, methodische Einblicke und praktische Erfahrungsberichte aus dem gesamten Spektrum der Zerstörungsfreien Prüfung und der Kulturgütererhaltung.
Erfahrene Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung, Denkmalpflege, museale Praxis, Werkstofftechnik und Industrie geben Einblicke in ihre Arbeit, präsentieren neue Ansätze und diskutieren aktuelle Fragestellungen rund um Erhalt, Analyse und Bewertung historischer Artefakte.
Hier können Sie das vollständige Programm entdecken und alle Abstracts der Beiträge lesen, die das breite Spektrum dieses einzigartigen Fachseminars eindrucksvoll abbilden.

Programmübersicht (PDF)

 


Keynote-Vortrag

Ein besonderes Highlight der diesjährigen Veranstaltung ist der Eröffnungsvortrag von Prof. Albert Zink, dessen Forschung seit Jahrzehnten die Analyse der weltberühmten Gletschermumie „Ötzi“ prägt. In seinem Keynote mit dem Titel „Ötzi und die moderne Mumienforschung: Naturwissenschaftliche Einblicke in Leben, Krankheit und Tod der Gletschermumie“ zeigt Prof. Zink, wie moderne naturwissenschaftliche und medizinisch-diagnostische Verfahren faszinierende Einblicke in das Leben einer alpinen Bevölkerung vor über 5.000 Jahren ermöglichen und gleichzeitig zur Weiterentwicklung analytischer Methoden beigetragen haben.

Prof. Dr. Albert Zink ist seit Ende 2025 Direktor der Staatssammlung für Anthropologie in München sowie Professor für Anthropologie an der Fakultät für Biologie der LMU München. Zuvor leitete er das Institut für Mumienforschung der Eurac Research in Bozen. Dort war er für die wissenschaftliche Untersuchung von Ötzi verantwortlich und beschäftigt sich mit Mumien- und Skelettfunden aus der ganzen Welt, darunter die bekannten ägyptischen Pharaonen Ramses III. und Tutanchamun. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der paläopathologischen und genetischen Untersuchung menschlicher Mumien und Skelettfunde; besonderes Interesse gilt dabei der molekularen Analyse alter DNA sowie der Evolution von Infektionskrankheiten.




Kunstmuseum Magdeburg (c) Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
(c) Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

Abendprogramm am 4. März

Im Rahmen von „Material Truth 2026“ laden wir Sie zu einem besonderen Abend im Kunstmuseum Magdeburg - Kloster Unser Lieben Frauen ein. Optional haben Sie um 18:30 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung durch das Museum teilzunehmen. Um 19:30 Uhr beginnt das gemeinsame Abendessen in diesem außergewöhnlichen historischen Ambiente, das Raum für fachlichen Austausch, persönliche Gespräche und neue Perspektiven jenseits des Vortragsprogramms bietet.

Das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt verbindet romanische Architektur mit zeitgenössischer Kunst und Skulptur. Es steht exemplarisch für den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In den historischen Mauern des ehemaligen Klosters begegnen sich materielle Geschichte und aktuelle künstlerische Positionen auf eindrucksvolle Weise. Dies schafft einen stimmigen Rahmen für Austausch, neue Perspektiven und Gespräche über Materialität, Erhalt und Interpretation.

Die Anreise erfolgt individuell.

Adresse/ Anreise:
Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6 | 39104 Magdeburg

Anreise ÖPNV
- Straßenbahn der Linien 2, 5 und 10 bis zur Haltestelle Leiterstraße, anschließend ca. 3 Minuten Fußweg
Informationen - Kunstmuseum Magdeburg - Kunstmuseum Magdeburg
- vom Tagungsort zur Abendlocation: Straßenbahn Linie 10, ab "Schule Rothensee" | ÖPNV 

Parkhäuser/ Parkplatz:
- Parkhaus Bärstraße (Bärstraße 9); 5 Minuten Fußweg
- Parkhaus „Am Dom“ (Leibnizstraße 2); 9 Minuten Fußweg
- Parkhaus „Am Friedensplatz“ (Behringstraße 5); 11 Minuten Fußweg